Gebackenes Kürbismüslis

Gebackenes Kürbismüsli und die kalte Jahreszeit kann kommen

Nach dem rauen Sommer, den wir dieses Jahr in Hamburg hatten, habe ich mich anfangs so gar nicht auf den Herbst gefreut. Doch jetzt, wo er da ist und schon all seine Facetten gezeigt hat, beglückt er mich doch. Denn ganz eigentlich bin ich ein Herbstkind. Meine zur Melancholie neigende Seele mag einfach alles, was diese Jahreszeit ausmacht. Das Farbspiel der Blätter, vom Morgennebel verhangene Straßen, das gedämpfte Licht der ferner rückenden Sonne, die feuchtlaue bis nasskalte Luft und natürlich die kulinarischen Verlockungen. Besonders angetan hat es mir der Kürbis, der sich ganz hervorragend mit meinen liebsten Gewürzen zubereiten lässt. Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken, Muskat … hmmm. Allein der Duft, der sich in der Küche breit macht, wenn all die Aromen durch backen oder rösten freigesetzt werden. Er verströmt so viel holzigsüß duftende Wärme, dass ich mich am liebsten darin wie in eine kuschelige Decke einhüllen würde. Mit dem gebackenen Müsli seid Ihr also bestens für graue, nasskalte Tage gewappnet. Vor allem Zimt, Nelken und Muskat schenken innere Wärme und unterstreichen die latente Süße des Kürbis, die nur durch einen Schuß Reissirup ergänzt und durch Gerstenmalz feinherb abgerundet wird. Ingwer und Kardamom schenken nicht nur innere Wärme, sondern wirken auch belebend und geben Euch zusammen mit den Walnüssen den extra Energiekick, den zumindest meine Wenigkeit morgens immer ganz gut gebrauchen kann.


Gebackenes Kürbismüsli – so wird’s gemacht


Zutaten für ein 2 Liter Vorratsglas
200 g Haferflocken Großblatt
200 g Walnüsse grob gehackt
80 g Mandeln grob gehackt
1 TL Zimt
1/2 TL Kardamom gemahlen
1/2 TL Ingwer gemahlen
1/8 TL Nelken gemahlen
1/8 TL Muskatnuss frisch gerieben
eine Prise Salz
3 EL Kokosfett
55 g Reissirup
20 g Gerstenmalz
160 g Kürbispüree


Zubereitung
1.   Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut miteinander vermengen.

2.   Das Kokosfett in einem kleinen Topf bei geringer Wärmezufuhr schmelzen. Alle feuchten Zutaten dazugeben und gut unterrühren. Anschließend das Gemisch unter die trockenen Zutaten heben.

3.   Ein Backblech mit Backpapier auskleiden und die Müslimasse darauf verteilen. Gleichmäßig mit einem Spatel oder der flachen Seite eines Löffels auf dem Blech verteilen. Es dürfen keine Lücken entstehen. Das Ganze für 12 bis 15 Minuten in den Ofen geben.

4.   Hat das Müsli eine goldbraune Färbung angenommen, kann es raus aus dem Ofen. Dann unbedingt mindestens 15 Minuten abkühlen lassen. Erst dann in Stücke bröseln und luftdicht verschlossen in einem Vorratsglas aufbewahren. Jetzt seid Ihr für etwa eine Woche versorgt.


Notiz: Kürbispüree lässt sich ganz einfach zubereiten. Ich habe immer welches gelagert, so dass es schnell geht, wenn ich es in einem Rezept verarbeiten möchte. Es eignet sich fast jeder Kürbis dafür. Habt Ihr einen großen Muskatkürbis, könnt Ihr ihn halbieren, entkernen und auf den Schnittflächen 60 Minten im Ofen rösten. Danach lässt sich die Schale ganz leicht abziehen und ihr musst das Kürbisfleisch nur noch pürieren. Eine andere Variante ist es einen Kürbis zu schälen, entkernen, in Stücke zu schneiden und dann im Dampfeinsatz für 20 Minuten zu dämpfen oder aber mit wenig Wasser zu garen. Anschließend nur noch pürieren, in Behälter füllen und je nachdem wie schnell Ihr das Püree verarbeitet portionsweise kühlen oder im Geschfrierschrank aufbewahren.

Zeitaufwand: 10 Minuten vorbereiten + 15 Minuten Backzeit + 15 Minuten Abkühlzeit

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