Schmorgurkenpfanne

Nicht ganz korrekte Schmorgurkenpfanne

Perfektionismus hin oder her. Manchmal muss man einfach alle Fünfe gerade sein lassen, oder nicht? So habe ich es jedenfalls gehalten, nachdem ich diese Schmorgurkenpfanne fotografiert und schließlich auch verspeist habe. Habt Ihr den Fehlerteufel schon gefunden?

Die Schmorgurke ist die dicke Verwandte der Salatgurke. Mindestens ebenso lecker, nur sollte man sie nicht unbedingt roh verzehren. Und wie es sich für Kürbisgewächse gehört, hat sie im Gegensatz zu ihrer zarter beseiteten Verwandten eine dickere und feste Schale. Jetzt habt Ihr die Lösung, oder? Richtig, Schmorgurken sollte man auf jeden Fall schälen und auch ihre Kerne sind nicht sonderlich genießbar, also ebenfalls unbedingt entfernen. Wie Ihr Euch nun sicher denken könnt, konnte ich mal wieder die Zeit nicht abwarten und habe in meinem blinden Eifer vergessen, die Gurke zu schälen. Das wird Euch natürlich nicht passieren, zumal Ihr im Rezept eine ganz korrekte Anleitung finden werdet. Trotzdem kann ich Entwarnung geben, man kommt nicht gleich um, wenn man das Schälen einmal vergisst. Höchstens die Kaumuskulatur wird etwas stärker beansprucht. Im zweiten Anlauf habe ich dann aber doch die Schale entfernt, nur diesmal waren meine beiden Herren so hungrig, dass keine Zeit mehr zum Fotografieren blieb.

Wie dem auch sei, ich liebe Schmorgurken und ganz besonders in Form dieses leckeren Pfannengerichts. Mit viel Dill und jeder Menge Kapern, die für mich fast schon ein Muss zu Gurkengerichten jeder Art sind, bekommt das Ganze eine dezent nordische Note, die durch die beiden verwendeten Pfeffersorten dann aber doch noch einen anderen Dreh bekommt. Szechuan Pfeffer ist eigentlich nicht scharf, sondern hinterlässt eher ein Prickeln auf der Zunge, das mit einem leicht zitrischen und gleichzeitig zimtigem Aroma daher kommt. Der schwarze Langpfeffer ist in seiner Zapfenform nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch geschmacklich eine wahre Bereicherung für fast jedes würzige Gericht. Er wird auch Schokoladenpfeffer genannt und ist wohl genau aus diesem Grund einer meiner Favoriten. Schon beim Mahlen duftet es würzig schokoladig und genauso kann man sich die kleinen Pfefferkörner dann fast auch schon auf der Zunge zergehen lassen. Okay, sie schmelzen natürlich nicht, aber neben ihrer sehr milden Schärfe hinterlassen sie tatsächlich ein kakaoartiges Aroma. Hmmm. Und man mag es nicht glauben, aber dieses passt unglaublich gut zur herben Süße der Schmorgurken.

Als Begleitung könnt Ihr nur Frühkartoffeln oder auch nur ein Getreide Eurer Wahl reichen oder wie in meinem Fall gleich beides. Reicht Ihr nur Getreide, könnt Ihr es am Ende der Garzeit auch direkt in die Pfanne zu den Gurken geben. Die Johannisbeeren sind natürlich vor allem ein willkommener Farbtupfer, aber mit ihrer Säure runden Sie das Gericht perfekt ab. Also auf keinen Fall weglassen 😉.


Schmorgurkenpfanne – so wird’s gemacht


Zutaten für 3 bis 4 Portionen
2 Schalotten
eine große Schmorgurke
2 EL Rapsöl
1 Bund Dill
½-¾ TL frisch gemörserten Szechuan Pfeffer
½-¾ TL frisch gemörserten Langpfeffer
200 ml Hafercuisine
4 TL Kapern

Für die Beilagen und zum Anrichten
10 bis 12 mittelgroße Frühkartoffeln
125g Nackthafer (Gerstengraupen, Dinkel, Emmer oder Grünkern)
4 bis 6 rote Johannisbeerrispen


Zubereitung
1.   Verwendet Ihr Nackthafer oder anderes Getreide als Beilage, dann beginnt damit und gart das Getreide wie auf der Packung angegeben. Eventuell müsst Ihr dem Getreide 10 bis 15 Minuten Vorsprung geben.

2.   Die Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden. Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten darin ca. 10 Minuten anschmoren.

3.   Reicht Ihr Kartoffeln zu den Schmorgurken, dann bringt diese zum Köcheln, wenn Ihr die Schalotten anröstet und lasst sie für ca. 20 Minuten garen.

4.   In der Zwischenzeit die Gurke schälen, halbieren und entkernen. Anschließend je nach Größe vierteln oder achteln und in grobe Würfel schneiden. Außerdem den Dill fein hacken, die beiden Pfeffersorten zusammen mörsern und alles mit den Gurken zu den Schalotten geben.  Das Ganze ca. 5 Minuten schmoren und dann die Hafercuisine angießen. Kapern dazu geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

5.   Verteilt Kartoffeln und Hafer auf Teller, gebt die Schmorgurken dazu und fürs Auge verteilt Ihr ein paar rote Johannisbeeren darüber. Et voilà. Lasst es Euch schmecken.

Zeitaufwand: 15 Minuten Vorbereitung + ca. 30 Minuten Kochzeit

 

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