Vitaminsmoothie

Powersmoothie oder ein Vitaminkick für Schnupfnasen

Ist Euer Immunsystem auch ein wenig angeschlagen? Um mich herum breitet sich gerade die Grippe aus und mein Sohn hatte kürzlich mit einer Schnupfnase zu kämpfen. Kein Wunder, denn wenn sich der Winter so langsam dem Ende neigt, hat das Immunsystem schon mehrere Monate ganze Arbeit geleistet. Da kann es schon mal schlapp machen und einen ordentlichen Vitaminkick vertragen. Ich habe für diesen Zweck heute einen Smoothie für Euch, der bei meinem Sohn Wunder gewirkt hat. Also wenn es Euch erwischt hat, dann gönnt Euch und Eurem Immunsystem eine kleine Stärkung oder tut Euch einfach so etwas Gutes und genießt diese fruchtig-würzig-zitrische Mischung.

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Geballte Ladung an Vitaminen und Mineralstoffen

Über die gesundheitsfördernden Aspekte jeder einzelnen Zutat dieses Smoothies könnte ich einen eigenen Beitrag schreiben. Um nicht auszuufern, habe ich eine Auswahl an Fakten zusammengestellt und von jedem Lebensmittel die stärksten Seiten herausgepickt. Aber natürlich zählt jeder einzelne Inhaltsstoff, denn so richtig entfalten Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe ihre Wirkung erst im Zusammenspiel.

Möhre
Die Möhre punktet wie Ihr sicher bereits wisst mit Beta-Carotin, das von unserem Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Dieses trägt dazu bei unsere Augen, Haut und Schleimhaut gesund zu halten. Mit ein bis zwei Möhren deckt Ihr locker Euren Tagesbedarf an Vitamin A.

Apfel
Mit über 30 Mineralstoffen und Spurenelementen ist der Apfel nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst heißt es im angelsächsichen Raum „An apple a day keeps the doctor away.“ Ich möchte seine verdauungsfördernde Wirkung hervorheben. Aufgrund seiner Pektine, die zu den löslichen Ballaststoffen gehören, wirkt sich der Verzehr eines Apfels positiv auf unsere Verdauung aus und stärkt damit auch unser Immunsystem. Denn das sitzt im Darm und geht es dem gut, sind wir natürlich auch bestens mit Abwehrkräften gewappnet.

Orange
Zitrusfrüchte, also auch die Orange, enthalten viel Vitamin C. Das weiß so ziemlich jeder. In Ihrer Schale stecken aber außerdem jede Menge Flavonoide, die als Antioxidantien bekannt sind. Das bedeutet, dass sie sogenannte „freie Radikale“ binden und damit unschädlich machen können. Somit stärken Flavonoide nicht nur unsere Abwehrkräfte, sondern haben auch eine krebsvorbeugende Wirkung.

Dattel
Datteln sind meine allerliebste Zuckerquelle. Sie stillen nicht nur mein Verlangen nach Süßem, sondern tun dabei noch viel mehr. Sie versorgen meinen Körper mit jeder Menge Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Im Mittelpunkt steht dabei Kalium, wovon die Dattel reichlich besitzt. Damit stärkt sie das Herz-Kreislaufsystem und auch der Blutdruck wird durch Kalium reguliert. Wenn Ihr außerdem wie ich auf Eure Eisenzufuhr achten müsst, dann findet Ihr in Datteln auch dafür eine ausgezeichnete Quelle.

Sonnenblumenkerne
Mit Sonnenblumenkernen kommt Fett ins Spiel. Das braucht Ihr, um beispielsweise das fettlösliche Beta-Carotin der Möhren aufnehmen zu können. Daneben sei der beachtliche Anteil des B-Vitamins Folsäure und des Mineralstoffs Magnesium erwähnt. Diese benötigt Euer Körper zum einen für die Zellbildung und zum anderen für gut funktionierende Nerven und Muskeln.

Die Heilkraft von Gewürzen

Gewürze erfüllen für die meisten in erster Linie den Zweck Speisen zu aromatisieren. Das tun sie auch hier. Gleichzeitig können sie aber noch viel mehr.

Ingwer
Ingwer ist schon lange kein Unbekannter mehr unter den Gewürzen mit heilender Wirkung. Man könnte ihn fast als Alleskönner bezeichnen, denn er hilft bei beinahe jedem Wehwehchen. Er enthält die Scharstoffe Shoagol und Zingeron, die unser inneres Feuer entfachen. Da Ingwer zudem antibakteriell wirkt und auch Vitamin C enhält eignet er sich bestens, um eine aufkommende Erkältung im Keim zu ersticken. Dafür bereitet Ihr Euch direkt nach dem Smoothie am besten gleich noch einen warmen Ingwertee zu 😉.

Kurkuma
Kurkuma erfährt gerade einen regelrechten Hype und ist fast schon zum Wundermittel avanciert. Tatsächlich wird es schon lange als traditionelles Heilmittel in fernöstlicher Medizin eingesetzt und mich hat das Kurkuma Fieber auch längst erwischt. Allerdings tue ich mich immer noch schwer damit, den leicht erdig-bitteren Geschmack von Kurkuma in den Vordergrund zu stellen. Im Smoothie verbindet es sich mit den anderen Gewürzen und kann seine stark antioxidative und entzündungshemmende Wirkung, für die vor allem der Bestandteil Curcumin verantwortlich ist, zum vollen Einsatz bringen. Für mich ist Kurkuma vor allem deshalb interessant, weil es in der alternativen Medizin häufig bei chronischen Beschwerden zum Einsatz kommt. Es hat eine ähnliche Wirkung wie kortisonhaltige Medikamente, Aspirin oder Ibuprofen und kann deshalb auch besonders gut gegen entzündungsbedingte Schmerzen eingesetzt werden.

Zimt
Auch Zimt enthält reichlich sekundäre Pflanzenstoffe und hat damit eine vielseitige Wirkung. Einer dieser Stoffe nennt sich Polyphenol MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer). Er kann den Blutzuckerspiegel regulieren und hat Zimt deshalb auch ins Blickfeld der Diabetisbehandlung gerückt. Ich hatte allerdings eher die entzündungshemmende, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung im Sinn. Mir geht es tatsächlich so, dass allein der holzigsüße Duft von Zimt meine Laune sofort hebt und die ein oder andere Verstimmung in Wohlgefallen auflösen kann. Mittlerweile tut glücklicherweise die Sonne dafür wieder ihr übriges.


Powersmoothie oder ein Vitaminkick für Schnupfnasen
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Gesamt
 
Autor:
Portionen: 2-3
Zutaten
  • eine Bio Möhre
  • ein Bio Apfel
  • 4 Saftorangen
  • ein Stück Ingwer (etwa 1 cm lang)
  • ¾ TL Kurkuma
  • ¼ TL Zimt
  • 3 Datteln
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Zitronensaft
  • 150 ml Wasser
Zubereitung
  1. Möhre und Apfel gründlich waschen und grob zerkleinen. Vom Apfel dabei das Kerngehäuse entfernen. Die Saftorangen schälen bzw. die Haut mit einem Messer wegschneiden, als würdet Ihr die Orangen filettieren wollen. Dann ebenfalls in grobe Stücke schneiden.
  2. Den Ingwer schälen und anschließend in Streifen schneiden. Mit allen anderen Zutaten in einen leistungsstarken Standmixer geben und so lange auf höchster Stufe pürieren bis Euer Smoothie eine cremige Konstistenz hat.
Notiz
Ich empfehle gekühlte Zutaten zu verwenden. Trotzdem wird der Smoothie nicht so kalt wie mit gefrorenen Früchten. Wenn Ihr es lieber eiskalt mögt, könnt Ihr entweder beim Mixen oder direkt im Glas Eiswürfel dazugeben.

Wenn Ihr Bio-Orangen verwendet könnt Ihr außerdem ein Stück Schale zu den anderen Zutaten dazugeben. Der Smoothie bekommt damit eine herbere Note und Ihr profitiert außerdem von den in der Schale enthaltenen Flavonoiden.

 

 

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